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05. Mai 2020 ist Welt-Asthma-Tag

Im Jahr 2019 waren nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation 235 Millionen Menschen weltweit an Asthma erkrankt. Bei Kindern und Jugendlichen ist Asthma die häufigste chronische Erkrankung.

Die Symptome von Asthma sind Husten, Luftnot bei Belastung, Leistungsminderung, Engegefühl in der Brust, Auswurf und pfeifende Atemgeräusche. Bei allergischem Asthma können auch eine zugeschwollene Nase und eine Schwellung der Augen (Bindehautreizung) hinzu kommen. 

Weltweit leiden ca. 10% der Kinder und ca. 5% der Erwachsenen an dieser Erkrankung.
Ein wesentlicher Risikofaktor ist Adipositas bei Kindern, von diesen leiden ca. 29% an Asthma.

Bei einer Erkrankung muss zuerst die Ursache geklärt werden. Ist es ein allergisches Asthma bei dem ein auslösendes Allergen erkennbar ist? Ist dieses Allergen vermeidbar (Katzenhaare, Hausstaub, bestimmte Nahrungsmittel, chemische Produkte, etc.)?
Wenn sich das Allergen nicht vermeiden lässt, da es überall vorhanden ist, kann eine "spezifische Immuntherapie" angezeigt sein. Dies geschieht als Impfung oder Desensibilisierung, das Allergen wird dem Körper in kleinsten Dosierungen zugeführt um den Körper "immun" zu machen.
Bis dies geschehen ist wird durch inhalative Therapie das Asthma unter Kontrolle gehalten. Basis sind hier inhalative Kortisonpräparate. Setzt man diese konsequent ein, kann das Entzündungsgeschehen des Asthmas gebremst werden.
Bestehen weiter Beschwerden können zusätzlich inhalative Medikamente, die die Bronchien aktiv erweitern und die verkrampfte Bronchialmuskulatur entspannen, eingesetzt werden. Bei schwer Erkrankten ist die Atemphysiotherapie eine gute Hilfe um den Schleim aus den Atemwegen zu befördern und den Brustkorb elastisch zu halten. 
Körperliches Kraft- und Ausdauertraining, an das die Patienten langsam herangeführt werden ist der Schlüssel zum Erfolg. Hierbei ist wichtig, dass die Personen wieder Vertrauen in ihren Körper und ihre Leistungsfähigkeit gewinnen.

In der medikamentösen Therapie müssen Kortisontabletten wenn irgend möglich vermieden werden. In solchen schweren Fällen empfehlen wir den Patienten den Einsatz sogenannter "Biologicals". Das sind Antikörper, die der Patient in größeren Abständen gespritzt bekommt. Diese richten sich gegen körpereigene Botenstoffe, die das Asthma unterhalten, dazu müssen aber spezielle laborchemische Bedingungen erfüllt sein.

Heute können die meisten Asthmapatienten ambulant behandelt werden. Durch den Einsatz der inhalativen Kortisonpräparate ist der Anteil schwer kranker, schlecht kontrollierter Asthmapatienten sehr zurückgegangen. Heute bestimmen eher Patienten mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD), mit akuten Lungenentzündungen, mit Krebserkrankungen, mit Lungengerüsterkrankungen (Entzündungen, Vernarbungen des Lungengewebes), Patienten mit nächtlichen Atemstörungen wie die Schlafapnoe oder mit Hochdruck im Lungenkreislauf unser Patientengut.

Wichtig ist eine gute Schulung der Asthmapatienten. Die perfekte Anwendung des Inhalationssystems und das korrekte Inhalieren ist wesentlich, ebenso wie der frühzeitige Besuch beim Arzt.

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Ansprechpartner:
Marion Meißner-Dauelsberg
Öffentlichkeitsarbeit
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Tel: 09733 62-3360
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Marion Meißner-Dauelsberg