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21. Juni 2020 Tag des Schlafes - Bayerischer Rundfunk besucht das Schlaflabor

Zum Tag des Schlafes besuchte der BR das Schlaflabor im Thoraxzentrum.
Viele Menschen (ca. 20%) haben Probleme beim Ein- oder Durchschlafen.
Hierfür gibt es viele verschiedene Ursachen - mit teils gravierenden Folgen.

Verkabelung Patient bManchmal bemerkt der Partner, nachts Atemaussetzer von 10 - 60 Sekunden Länge.
Um ein Ersticken zu verhindern, löst die verminderte Sauerstoffzufuhr eine Weckreaktion aus.
Dies wiederum kann zu Schlafstörungen führen.
Ein Aufenthalt im Schlaflabor ist dann sinnvoll um eine mögliche Schlafapnoe festzustellen.

Viele Betroffene sind unausgeschlafen, schnell erschöpft und leiden unter Konzentrationsstörungen.
Dabei sind dies noch die harmlosesten Folgen - im schlimmsten Fall können diese Atemaussetzer sogar tödlich enden, weil sie das Herz-Kreislaufsystem stark belasten.
Mögliche Folgen sind Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Ein typischer Patient ist oft übergewichtig und schnarcht, betroffen sind mehr Männer als Frauen.

Eine effektive Methode zur Behandlung einer Schlafapnoe ist eine an ein Atemgerät angeschlossene Atemmaske, welche die Betroffenen nachts tragen. Bei dieser Behandlung wird nachts mit einem leichten Überdruck Raumluft in die Atemwege gepumpt. Der leichte Überdruck hält die oberen Atemwege frei.

Schlafender Patient

Um den Erfolg klinisch zu messen, gibt es mit zeitlichem Abstand einen zweiten Termin zur Kontrolle im Schlaflabor.
Abends wird der Patient verkabelt. Sensoren die auf verschiedenen Stellen der Haut angebracht sind überwachen die Gehirnströme (EEG), zudem Herzschlag, Sauerstoffsättigung im Blut und Bewegung der Beine. Auch auf Schnarchgeräusche wird geachtet.

Vom Nebenraum aus werden die Patienten im Schlaflabor die ganze Nacht von speziell geschultem Klinikpersonal überwacht, mehrere Bildschirme zeigen jeweils die aktuellen Messwerte der Patienten an. 

Die Schlafapnoe zählt zu den ernsteren Schlafstörungen, allerdings nicht zu den häufigsten. 
Viel mehr Menschen schlafen aus anderen Gründen schlecht - die Ursachen sind oft seelischer Natur, wie z. B. Stress, erhöhtes Anspannungsniveau und ein sich ständig drehendes Gedanken-Karussell.

Diese Schlafstörungen haben zwar keine organischen Ursachen, können aber ebenso gravierende Folgen haben und sogar zu einer Depression führen.
Der rechtzeitige Gang zum Arzt ist ratsam um wieder erholsam schlafen zu können.


 


 

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