Insektengiftallergie

Dabei besteht die Gefahr, bei einem erneuten Insektenstich mit einer allgemeinen Reaktion, die im schlimmsten Fall zu einem allergischen Schockzustand führen kann, zu reagieren. Wenn im Hauttest oder in Laboruntersuchungen eine Allergie gegenüber Insektengift nachweisbar sind, kann eine Hyposensibilisierungsbehandlung durchgeführt werden. Dabei wird das jeweilige Insektengift mit anfangs 10.000fach niedriger Konzentration als ein Insektenstich unter die Haut gespritzt. Die Dosis wird langsam gesteigert, so dass letztendlich die Giftmenge von etwa 2 Wespenstichen vertragen wird. Bereits nach dieser sogenannten Schnellhyposensibilisierung sind etwa 90 % der Patienten vor schweren Allgemeinreaktionen nach Insektenstich geschützt. Zur Erhaltungstherapie muss in  4-6 wöchigem Abstand über insgesamt 3-5 Jahre die Behandlung fortgesetzt werden. Unabhängig davon ist es sinnvoll, sich weitestgehend vor einem neuen Stich zu schützen. Falls es zu einem erneuten Stich kommt, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und die Anwesenden über die Allergie zu informieren. Falls der Stachel des Insektes in der Haut verblieben ist, sollte er rasch seitlich weggekratzt werden. Beim Herausziehen des Stachels mit einer Pinzette besteht die Gefahr, dass weiteres Gift aus dem Stachel am befindlichen Giftsack in die Haut gedrückt wird. Sofort nach dem Insektenstich sollten die Medikamente des Notfallbesteckes eingenommen werden. Ein Arzt sollte sofort danach aufgesucht werden.

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Ansprechpartner:
Ärztliches Sekretariat
Anja Goldberger, Xenia Schiesser
Michelsberg 1
97702 Münnerstadt
Tel: 09733 62-3700
Fax: 09733 62-3709

Ärztlicher Direktor und Chefarzt Pneumologie
Dr. med. Bernd Seese
Michelsberg 1
97702 Münnerstadt
Telefon: 09733 62-3700
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E-Mail: b.seese@tzbu.de

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